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Zerspanen
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Zerspanen oder Spanen ist der Sammelbegriff fĂŒr eine Gruppe von Fertigungsverfahren, die WerkstĂŒcken eine bestimmte geometrische Form geben, indem von Rohteilen ĂŒberschĂŒssiges Material auf mechanischem Weg in Form von SpĂ€nen abgetrennt wird. Die wichtigsten zerspanenden Verfahren sind das Drehen, Bohren, FrĂ€sen und Schleifen. Nach DIN 8580 zĂ€hlt das Zerspanen zur Hauptgruppe Trennen und ist bezĂŒglich der industriellen Bedeutung die wichtigste Gruppe.

Beim Zerspanen dringt eine Schneide des Zerspanungswerkzeuges in das WerkstĂŒck ein und trennt SpĂ€ne ab. Die bei der Bearbeitung wirksamen Teile des Werkzeugs werden als Schneidteil bezeichnet. Man unterscheidet das Zerspanen in zwei Untergruppen:

‱ Beim Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide sind die Anzahl und die Geometrie der Schneiden bekannt. Dazu zĂ€hlen vor allem Drehen, Bohren und FrĂ€sen.
‱ Beim Spanen mit geometrisch unbestimmter Schneide hingegen sind weder die Anzahl noch die Geometrie der Schneiden bekannt. Dazu zĂ€hlt vor allem das Schleifen, bei dem die Werkzeuge aus zahlreichen Körnern bestehen, deren Kanten die Schneiden bilden und SpĂ€ne im Mikrometerbereich abtrennen.

Die Zerspanbarkeit der meisten Metalle ist gut; Probleme bereiten vor allem Verbundwerkstoffe oder hochfeste Metalle wie Titan. Spanende Verfahren ermöglichen eine genaue und flexible Fertigung, sind aber aufwĂ€ndiger und im Allgemeinen weniger produktiv als umformende Verfahren wie Biegen oder Schmieden und auch manche urformende Fertigungsverfahren, wie Gießen.

Contents

‱ Geschichte
‱ Urgeschichte
‱ Altertum
‱ Grundlagen
‱ Bewegungen
‱ SpĂ€ne
‱ Werkzeuge
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Historische Entwicklung

Die meisten spanenden Verfahren sind spĂ€testens seit der Antike in Gebrauch. Im Zuge der Industrialisierung wurden viele Verfahren maschinisiert, um sie auf Werkzeugmaschinen nutzen zu können. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die einzelnen spanenden Fertigungsverfahren gemeinsam von Wissenschaft und Industrie in der DIN 8589 definiert. Außerdem wurden allgemeine Begriffe der Zerspantechnik in weiteren Normen definiert, um einen einheitlichen und eindeutigen Sprachgebrauch sicherzustellen. Heute wird das Zerspanen vorwiegend in der Metallbearbeitung eingesetzt, es eignet sich jedoch auch fĂŒr die meisten anderen Werkstoffe.

Begriffe, Definitionen und Einteilung

Betriebe, die ĂŒberwiegend spanende Fertigungsverfahren einsetzen, werden ebenso wie entsprechende MaschinensĂ€le und Werkhallen als Zerspanerei (engl. machine shop) oder spezieller als Dreherei bezeichnet.

Die Spanungsbewegung ist die Relativbewegung zwischen Werkzeug und WerkstĂŒck. Sie wird in eine Schnittbewegung des Werkzeugs und eine Vorschubbewegung des WerkstĂŒcks eingeteilt.

Die erzeugten SpÀne werden nach Entstehungsarten und Spanformen geordnet, die Auswirkungen auf den Prozess haben.

Die Werkzeugwerkstoffe werden als Schneidstoff bezeichnet, zum Einsatz kommen unter anderem Schnellarbeitsstahl, Schneidkeramiken oder Diamant. Die Standzeit beim Spanen, also die Lebensdauer der Werkzeuge, hĂ€ngt bei gegebenem Schneidstoff und gegebenem Werkstoff vor allem von der Schnittgeschwindigkeit ab, die den Verschleiß beim Spanen bestimmt.

Wegen der großen Reibung und hohen Temperatur werden hĂ€ufig KĂŒhlschmiermittel verwendet. Sondervarianten sind die Minimalmengenschmierung, die Trockenbearbeitung, das Hochgeschwindigkeits-, Mikro- und Hartzerspanen.

Die auf das Werkzeug wirkende Zerspankraft wird in mehrere Komponenten aufgeteilt, darunter die Schnitt- und die Vorschubkraft. Prozessparameter, die an der Maschine eingestellt werden, sind die sogenannten Schnitt- oder EingriffsgrĂ¶ĂŸen wie die Schnitttiefe oder der Arbeitseingriff. Sie bestimmen die fĂŒr den Zerspanungsprozess ausschlaggebenden SpanungsgrĂ¶ĂŸen wie beispielsweise die Spanungsbreite und -dicke.

DIN 8580 definiert Spanen als „Trennen, bei dem von einem WerkstĂŒck mit Hilfe der Schneide eines Werkzeugs Werkstoffschichten in Form von SpĂ€nen zur Änderung seiner Form und/oder WerkstĂŒckoberflĂ€che mechanisch abgetrennt werden“.cite-ref-1[1]

Durch die Norm DIN 8589, die sich mit den spanenden Verfahren befasst, werden diese in zwei Gruppen eingeteilt, die beide direkt der Hauptgruppe des Trennens zugeordnet sind: Das Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide, bei dem Geometrie und Anzahl der Schneidkeile bekannt sind, und das Spanen mit geometrisch unbestimmter Schneide, bei dem weder die Anzahl noch die Geometrie der Schneidkeile bekannt sein mĂŒssen. Statistische Angaben darĂŒber genĂŒgen. Die einzelnen Verfahren werden ohne weitere Untergliederung diesen beiden Gruppen zugeordnet. In der Fachliteratur dagegen werden die Verfahren noch nach weiteren Kriterien unterteilt. Dazu zĂ€hlen die Art der Schnittbewegung (rotierend, linear) und der Vorschubrichtungswinkel (konstant 90° oder variabel). Weitere Einteilungsmöglichkeiten sind:

‱ Temperatur (Kalt- und Warmspanen),
‱ Automatisierungsgrad (manuell, maschinell, konventionelle Maschinen, CNC-Maschinen),
‱ Steuerungsart (Kurvenscheibe, elektrisch, numerisch) und
‱ Menge des KĂŒhlschmiermittels (nass, trocken).

In der Norm werden alle Verfahren nach einem einheitlichen Schema eingeteilt, das auf einem Nummernsystem basiert. Alle spanenden Verfahren beginnen mit der Folge 3.2 (Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide) beziehungsweise 3.3 (Spanen mit geometrisch unbestimmter Schneide). Die erste Ziffer bezieht sich dabei auf die Hauptgruppe des Trennens, die dritte Ziffer auf das Verfahren (Drehen, Schleifen, 
). An vierter Stelle wird einheitlich nach der erzeugten OberflĂ€che in Plan-, Rund-, Schraub-, Profil- und Formspanen gegliedert. An fĂŒnfter Stelle wird nach Lage der erzeugten FlĂ€che unterschieden (Außen- und Innenspanen). Die sechste Stelle macht Angaben ĂŒber das Werkzeug (z. B. Walz- oder StirnfrĂ€ser), die siebte ĂŒber die Kinematik (LĂ€ngs- und Querspanen). Die Ordnungsnummer 3.3.1.1.1.1.1 bedeutet demnach das Plan-Umfangs-LĂ€ngs-Schleifen.cite-ref-2[2]

Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide

Diese Gruppe wird in den betreffenden Normen in insgesamt neun Untergruppen eingeteilt. Von Bedeutung sind vor allem Drehen, Bohren und FrÀsen.cite-ref-3[3]

Hinweis: Die nachfolgenden Beschreibungen sind möglichst allgemeinverstĂ€ndlich gehalten und daher zum Teil stark vereinfachend. FĂŒr die genauen Definitionen der einzelnen Verfahren, die zugehörigen Werkzeuge, Maschinen und erreichbaren Genauigkeiten siehe Liste der spanenden Fertigungsverfahren.

1. Drehen: Hier rotiert in der Regel das WerkstĂŒck um seine eigene Achse, und das Werkzeug fĂ€hrt die zu erzeugende Kontur ab. Es dient zur Herstellung rotationssymmetrischer Bauteile wie Achsen, Wellen, Bolzen, Schrauben, Spindeln oder Radnaben.
2. Bohren, Senken und Reiben: Diese Verfahren werden wegen der Ă€hnlichen Kinematik zusammengefasst. Bohren ist ein Schruppverfahren, Senken eine prĂ€zisere Variante davon. Am genauesten ist das Reiben, mit dem jedoch nur noch OberflĂ€chen- und Maßfehler korrigiert werden können, jedoch keine Lagefehler.
3. FrĂ€sen: Hier rotiert ein meist mehrschneidiges Werkzeug um seine eigene Achse. Die Vorschubbewegung ist im Gegensatz zum Bohren senkrecht zur Rotationsachse. Es dient vor allem der Herstellung von ebenen FlĂ€chen wie Nuten und FĂŒhrungen fĂŒr bewegte Maschinenteile. Mit modernen CNC-Maschinen lassen sich auch beliebig geformte dreidimensionale Geometrien erzeugen.
4. Hobeln und Stoßen werden wegen ihrer identischen Kinematik ebenfalls zusammengefasst. Beide haben eine geradlinige Schnittbewegung und eine schrittweise Vorschubbewegung. Außer in der Holzbearbeitung wurden sie in beinahe allen Bereichen vom FrĂ€sen verdrĂ€ngt. Weitere Ausnahmen sind das WĂ€lzstoßen zur Herstellung von Verzahnungen und das Hobeln von FĂŒhrungen fĂŒr Werkzeugmaschinen.
5. RĂ€umen: Es wird mit einem RĂ€umwerkzeug (meist eine RĂ€umnadel) durchgefĂŒhrt, bei der die Schneiden hintereinander liegen und zunehmend grĂ¶ĂŸer werden. Der Vorschub ist daher im Werkzeug integriert.
6. SĂ€gen: Es dient zum Schlitzen oder Abtrennen von WerkstĂŒcken mit einem vielzahnigen Werkzeug. Die Schnittbreite ist möglichst klein.
7. Feilen, Raspeln: Diese Verfahren werden meist manuell, manchmal auch maschinell eingesetzt. Das Werkzeug (Feile oder Raspel) verfĂŒgt ĂŒber zahlreiche Schneiden, die dicht hintereinander angeordnet sind.
8. BĂŒrstspanen: Das Spanen mit BĂŒrsten dient meist zur OberflĂ€chenverĂ€nderung.
9. Schaben, Meißeln: Es handelt sich um ein Spanen mit einschneidigem Werkzeug. Beim Schaben wird das Werkzeug geschoben oder gezogen, beim Meißeln schlĂ€gt ein Hammer darauf.

Spanen mit geometrisch unbestimmter Schneide

Beim Spanen mit geometrisch unbestimmter Schneide bestehen die Werkzeuge aus kleinen harten Körnern. Sie können mit einem Bindemittel zu Schleifscheiben, -steinen oder -bĂ€ndern zusammengefĂŒgt oder auf einem flexiblen TrĂ€ger befestigt werden, was als Spanen mit gebundenem Korn bezeichnet wird. Sie können auch lose bleiben und in Form von Pulvern oder Pasten (verteilt in einer Suspension als TrĂ€germedium) vorliegen wie beim LĂ€ppen, was als Spanen mit losem Korn bezeichnet wird. Die erreichbaren Genauigkeiten und OberflĂ€chenqualitĂ€ten sind besser als beim Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide, dafĂŒr sind die Verfahren weniger produktiv, sie eignen sich aber auch fĂŒr sehr harte Werkstoffe. Die Fertigbearbeitung der meisten WerkstĂŒcke geschieht durch Schleifen; nur in seltenen FĂ€llen sind andere Verfahren nötig. Die schleifenden Verfahren und das Honen zĂ€hlen zum Spanen mit gebundenem Korn, die ĂŒbrigen zum Spanen mit losem Korn.cite-ref-4[4]

Hinweis: Die nachfolgenden Beschreibungen sind möglichst allgemeinverstĂ€ndlich gehalten und daher zum Teil stark vereinfachend. FĂŒr die genauen Definitionen der einzelnen Verfahren, die zugehörigen Werkzeuge, Maschinen und erreichbaren Genauigkeiten siehe Liste der spanenden Fertigungsverfahren.

1. Schleifen mit rotierendem Werkzeug: Es erfordert rotierende Schleifscheiben und wird auch einfach als Schleifen bezeichnet.
2. Bandschleifen: Dazu werden BĂ€nder verwendet, die um zwei Rollen laufen.
3. Hubschleifen: Dies erfordert Schleifsteine mit hin- und hergehender Bewegung.
4. Honen: Hier wird eine hin- und hergehende Schnittbewegung mit einer rotierenden Vorschubbewegung ĂŒberlagert, sodass auf der OberflĂ€che gekreuzte Riefen entstehen. Das Honen dient der OberflĂ€chenverbesserung, insbesondere von Zylinderbohrungen in Kolbenmotoren.
5. LĂ€ppen: Dazu wird mit losem Korn gearbeitet, das auf die WerkstĂŒckoberflĂ€che gedrĂŒckt wird. Die Körner rollen ĂŒber die OberflĂ€che und trennen mikroskopische SpĂ€ne ab. Eine nicht genormte PrĂ€zisionsvariante wird als Polieren bezeichnet.
6. Strahlspanen: Hier werden die Körner mit hoher Geschwindigkeit auf das WerkstĂŒck geschleudert. Eine Variante ist das Wasserstrahlschneiden, sofern dem Wasserstrahl Körner zugesetzt werden.
7. Gleitspanen: Hier befinden sich die WerkstĂŒcke und die Schleifkörper als Werkzeuge in einer Trommel, die durch Drehung eine Relativbewegung zwischen ihnen bewirkt.

Bedeutung und Einordnung in Prozessketten

Werkstoffspektrum

Die zerspanenden Verfahren werden vorwiegend in der Metallbearbeitung eingesetzt und folgen dort in der Prozesskette auf das Gießen und das Schmieden. Die wichtigsten metallischen Werkstoffe sind Stahl, inklusive des Automatenstahls, der besonders auf die zerspanende Bearbeitung ausgelegt ist, Gusseisen und Aluminium. Ansonsten werden noch Kupferlegierungen und Titan in nennenswertem Umfang spanend bearbeitet, letzteres bereitet jedoch wegen seiner hohen Festigkeit Probleme.

In der Holzbearbeitung haben die spanenden Verfahren einen hohen Stellenwert. Dies reicht vom FĂ€llen der BĂ€ume und SĂ€gen der StĂ€mme bis zum Schleifen der Endprodukte. GrundsĂ€tzlich geeignet ist das Spanen auch fĂŒr Kunststoffe und fĂŒr sprödere Werkstoffe wie Glas, Graphit, Keramik und weitere mineralische Stoffe sowie fĂŒr Verbundwerkstoffe wie dem kohlenstofffaserverstĂ€rkten Kunststoff, die seit der Jahrtausendwende als Konstruktionswerkstoffe beliebter werden, jedoch wegen ihres Aufbaus als schwer zerspanbar gelten.cite-ref-5[5]

Maschinen, Kostenanteile und Branchen

Etwa zwei Drittel aller produzierten Werkzeugmaschinen sind spanende Maschinen. Der Kostenanteil von Bauteilen aus dem Maschinenbau oder der Fahrzeugindustrie liegt fĂŒr die spanende Bearbeitung zwischen 40 % und 70 %. Der Rest teilt sich auf das Schmieden und die Materialkosten auf. Außerdem wird das Spanen in der Luft- und Raumfahrttechnik, in der Biomedizintechnik, der GerĂ€te- und Antriebstechnik und weiteren Branchen eingesetzt.cite-ref-denkena3f-6-0[6]

ProduktivitÀt und FlexibilitÀt

Die spanenden Fertigungsverfahren – als wichtigste Gruppe der Hauptgruppe Trennen – werden hĂ€ufig mit dem Gießen aus der Hauptgruppe Urformen und dem Schmieden aus der Hauptgruppe Umformen verglichen, da sie miteinander konkurrieren. Hinsichtlich der ProduktivitĂ€t (gefertigte WerkstĂŒcke pro Zeit) ist das Spanen diesen beiden Gruppen meist unterlegen, was am zugrundeliegenden Abbildungsprinzipcite-ref-7[7] liegt. Beim Gießen ist die zu erzeugende Form in der Gussform (beim Dauerformen) oder im Modell (bei verlorenen Formen) gespeichert und kann daher hĂ€ufig und schnell auf das WerkstĂŒck ĂŒbertragen werden. Beim Gesenkschmieden ist die Form im Gesenk enthalten. Beim Spanen dagegen muss die gewĂŒnschte Kontur mit dem Werkzeug abgefahren werden, was weniger produktiv ist, dafĂŒr jedoch deutlich flexibler. Um eine andere WerkstĂŒckgeometrie zu erzeugen, genĂŒgt es beim Spanen meist, das Werkzeug auf eine andere Bahn zu lenken, beim Gießen und Gesenkschmieden mĂŒssen dagegen erst neue und teure Werkzeuge hergestellt werden. Beim Spanen ist die Bandbreite der herstellbaren Formen kaum begrenzt, und durch die hohe FlexibilitĂ€t eignet es sich fĂŒr kleine LosgrĂ¶ĂŸen, im Extremfall auch fĂŒr EinzelstĂŒcke. Das Spanen wird allerdings ebenfalls fĂŒr große LosgrĂ¶ĂŸen eingesetzt, etwa in der Automobilbranche auf Transferstraßen fĂŒr die Serienproduktion. FĂŒr das Gießen und Schmieden sind dagegen gewisse MindestlosgrĂ¶ĂŸen nötig, um eine wirtschaftliche Fertigung sicherzustellen. Auch bei manchen spanenden Verfahren ist die Form des WerkstĂŒcks teilweise im Werkzeug enthalten: Beim Bohren etwa entspricht der Durchmesser der Bohrung dem des Bohrers; nur die Tiefe der Bohrung wird ĂŒber die Bewegung gesteuert.cite-ref-denkena3f-6-1[6]

Werkstoffausnutzung und Energieaufwand

Die Werkstoffausnutzung liegt beim Gießen und Schmieden bei 75 % bis 90 %. Bei der spanenden Fertigung dagegen werden zwischen 50 % und 60 % des Materials in Form von SpĂ€nen entfernt. Ähnlich sieht es mit der Energiebilanz aus: FĂŒr ein WerkstĂŒck von einem Kilogramm Masse werden beim Gießen und Schmieden zwischen 30 MJ und 50 MJ benötigt, beim Spanen dagegen zwischen 60 und 80 MJ.cite-ref-8[8]

Genauigkeiten

Die spanenden Verfahren erreichen meist hohe Genauigkeiten und OberflĂ€chenqualitĂ€ten. Die erreichbaren ISO-Toleranzen (kleine Zahlen bedeuten hier grĂ¶ĂŸere Genauigkeit) liegen beim Gießen zwischen IT16 bis IT10, beim Schmieden zwischen IT16 und IT12 (mit Sondermaßnahmen auch bis IT8). Die spanenden Verfahren erreichen dagegen Genauigkeiten zwischen IT10 und IT7, beim Schleifen auch bis IT5. Bei den OberflĂ€chenqualitĂ€ten, gemessen als gemittelte Rautiefe Rz, verhĂ€lt es sich Ă€hnlich: Beim Gießen und Schmieden liegen die Werte zwischen 1000 ”m und 10 ”m. Beim Spanen dagegen meist zwischen 250 ”m und 10 ”m, beim Schleifen sogar zwischen 16 ”m und 0,25 ”m.cite-ref-9[9]

Prozessketten

Wegen der spezifischen Vor- und Nachteile der Verfahrensgruppen werden sie hĂ€ufig zu Prozessketten kombiniert. Bei Metallen wird im Allgemeinen durch Gießen und anschließendes Schmieden die zu erzeugende Form grob herausgearbeitet, um danach durch Spanen die endgĂŒltige Kontur zu erhalten. Auch bei Kunststoffen oder Glas gehen das Urformen und das Umformen dem Zerspanen voran. Je nach Werkstoff können oder mĂŒssen einzelne Schritte ausgelassen werden: Gusseisen lĂ€sst sich nicht schmieden und wird meist unmittelbar nach dem Guss durch Zerspanen in die Endform gebracht. Auch Keramik, Natur- und Kunststein lassen sich nicht umformen. Nur wenige Holzwerkstoffe lassen sich urformen. Vollholz lĂ€sst sich nur durch besondere Verfahren umformen (Bugholz). Das Spanen steht bei der Holzverarbeitung im Vordergrund.

Das Spanen metallischer Werkstoffe lĂ€sst sich in mehrere Schritte aufteilen: Am Anfang steht die spanende Grobbearbeitung (Schruppen). Da sich die WerkstĂŒcke durch die hohen BearbeitungskrĂ€fte verziehen und verfestigen, ist manchmal ein NormalglĂŒhen notwendig, um das GefĂŒge zu normalisieren und die anschließende Feinbearbeitung (Schlichten) zu ermöglichen. FĂŒr das Schruppen und Schlichten werden Verfahren angewendet, die zum Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide zĂ€hlen, insbesondere Drehen, FrĂ€sen und Bohren. Danach wird das WerkstĂŒck gehĂ€rtet, beispielsweise durch VergĂŒten. Die Fertigbearbeitung geschieht dann meist durch Schleifen. Diese Aufteilung hat mehrere GrĂŒnde: Zum einen ist das Schleifen nicht sehr produktiv und eignet sich wenig fĂŒr weiche (ungehĂ€rtete) Werkstoffe, zum anderen ist mit dem Drehen, FrĂ€sen und Bohren unter normalen UmstĂ€nden die Bearbeitung gehĂ€rteter Werkstoffe nicht möglich, auch nicht in der gewĂŒnschten Genauigkeit. Außerdem verĂ€ndert sich durch das HĂ€rten leicht die Form der WerkstĂŒcke, sodass die Fertigbearbeitung erst danach geschehen kann.cite-ref-10[10]

Bei Industriekeramik und Produkten der Pulvermetallurgie geschieht das Spanen hĂ€ufig vor dem Sintern, also bevor die endgĂŒltige HĂ€rte des WerkstĂŒcks erreicht wird. Weil die GrĂŒnkörper bearbeitet werden, gibt es dafĂŒr die englische Bezeichnung green machining. Nicht möglich ist dies bei Verbundwerkstoffen mit besonders harten Komponenten. Zur Lösung solcher Probleme gibt es etwa seit dem Jahr 2000 besondere Anstrengungen.cite-ref-11[11]

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts begannen die Grenzen zwischen den einzelnen Prozessschritten zu verschwimmen: Gießen und Schmieden wurden immer genauer, was nachfolgende Schritte und damit vor allem die spanende Bearbeitung teilweise ĂŒberflĂŒssig werden ließ. Dies betrifft vor allem das Druckgießen und das Thixogießen sowie das PrĂ€zisionsschmieden, Thixoschmieden und Fließpressen. Auf der anderen Seite wurden Sondervarianten von spanenden Verfahren entwickelt, die die ProduktivitĂ€t deutlich verbesserten. Dazu zĂ€hlt beispielsweise das Hochgeschwindigkeitszerspanen. Auch innerhalb der spanenden Verfahren kam es zu VerĂ€nderungen: Das Schleifen wurde immer produktiver und konnte das Drehen oder FrĂ€sen ersetzen. Diese Verfahren wurden ihrerseits immer genauer, sodass auf ein nachfolgendes Schleifen verzichtet werden konnte. Außerdem konnte man mit superharten Schneidstoffen auch gehĂ€rtete Werkstoffe durch Drehen und FrĂ€sen bearbeiten (Hartzerspanen).cite-ref-12[12]cite-ref-13[13]

Geschichte

Siehe auch

:

Geschichte der Produktionstechnik

FĂŒr die Anfertigung von GebrauchsgegenstĂ€nden, Fahrzeugen, Werkzeugen und Waffen waren schwere und zeitaufwendige Routinearbeiten erforderlich, die durch neue GerĂ€te und Verfahren allmĂ€hlich erleichtert wurden. Die Entwicklung ging in die Richtung eines Antriebs der Werkzeuge mit einer gleichförmigen Bewegung, einer VerstĂ€rkung ihrer Antriebskraft, ihrer SchneidfĂ€higkeit sowie ihrer prĂ€ziseren FĂŒhrung.

Urgeschichte

Das Spanen gehört zu den Ă€ltesten Bearbeitungsmethoden der Menschheit. In der Altsteinzeit konnte man mit einfachen Steinwerkzeugen wie dem Faustkeil schaben, bohren und kratzen und mit dem Schlagstein meißeln. Der Feuerstein war wegen seiner HĂ€rte und seiner Spaltbarkeit ein wichtiges Rohmaterial fĂŒr Waffen und Werkzeuge, fĂŒr den sich spezifische Schlagtechniken entwickelten. Genauer untersucht ist die Levalloistechnik der Neandertaler.

Seit dem Mesolithikum gibt es Steinwerkzeuge, die ihrer Form nach als SĂ€gen eingesetzt wurden. Seit dem Neolithikum sind Steinaxtklingen mit sauber gebohrten Löchern fĂŒr SchĂ€fte aus Holz bekannt. Es ist seit dem 19. Jahrhundert vermutet worden, dass man damals schon Fiedelbohrer dazu genutzt habe, die mit einem Bogen in eine hin- und hergehende Rotation versetzt werden. Mangels archĂ€ologischer Nachweise ist dies jedoch Spekulation.cite-ref-14[14]

Altertum

Im Altertum kamen das Feilen, Raspeln, Hobeln und Drehen hinzu, was vor allem fĂŒr die Bearbeitung von Holz eingesetzt wurde, etwa beim Haus- oder Schiffbau. Im kunsthandwerklichen Bereich wurden auch Horn, Elfenbein oder Bernstein zerspant. Das handwerkliche Meißeln von Stein erreichte Höhepunkte in Bauwesen und Kunst. Das Feilen wurde auch von Schmieden in der Metallbearbeitung eingesetzt. FĂŒr das Schleifen, Drehen und Bohren wird der Gebrauch von einfachen Maschinen vermutet. Viele Funde legen nahe, dass die Ägypter frĂŒh schon eine Drehmaschine verwendeten. Die erste bildliche Darstellung einer Zugschnurdrehbank stammt allerdings erst aus dem Grab des Petosiris aus dem 4. Jh. v. Chr.cite-ref-15[15] Das WerkstĂŒck wird hier von einer Schnur umschlungen, deren Enden von einem Gehilfen hin- und hergezogen wurden, sodass es rotierte und vom Handwerker mit einem Werkzeug bearbeitet werden konnte. Die Werkzeuge bestanden hĂ€ufig aus Obsidian und seit Beginn der Bronzezeit immer öfter aus Bronze. Bohrwerkzeuge wurden auch zusammen mit Sand eingesetzt, sodass die Bohrung durch einen kombinierten Bohr- und Schleifprozess entstand.

In der Antike, die die erste HĂ€lfte der Eisenzeit ausmacht, wurden Werkzeuge aus Eisen hergestellt. Dazu zĂ€hlt der griechische Schneckenbohrer mit einer vierkantigen, kegelförmigen Spitze, aber stumpfen Schneiden, die nur SĂ€gemehl abtrennten und nur in einer Drehrichtung bohrten. Eine Weiterentwicklung war der Löffelbohrer, der einfacher herzustellen war und mit seinen beiden Schneiden in beiden Richtungen bohrte. In römischer Zeit kam noch der Zentrumbohrer hinzu. Abgelöst wurden diese Werkzeuge erst im 19. Jahrhundert durch den Spiralbohrer. FĂŒr die Bearbeitung von Glas und Schmucksteinen verwendete man schon Bohrer, deren Spitzen mit Diamant­splittern besetzt waren. Außerdem waren Schleifsteine aus Bimsstein oder Schmirgel bekannt.cite-ref-spur25f-16-0[16]

Mittelalter und FrĂŒhe Neuzeit

Im Mittelalter nutzte man zum Bohren die Bohrleier, die eine kontinuierliche Umdrehung erzeugte, statt der hin- und hergehenden der Rennspindel oder des Fiedelbohrers. Der Benediktinermönch Theophilus Presbyter beschrieb im 11. Jahrhundert das HĂ€rten von Feilen: ZunĂ€chst wurde Ochsenhorn verbrannt, mit Salz vermischt und ĂŒber die Feilen gestreut, die dann im Ofen geglĂŒht wurden. Anschließend wurden sie in Wasser abgeschreckt und im Ofen angelassen.cite-ref-17[17]

Die antike Schnurzugdrehbank wurde auf zwei unterschiedliche Weisen weiterentwickelt: Die Wippendrehbank, die insbesondere in der Holzbearbeitung genutzt wurde, ließ sich durch nur eine Person bedienen, da das eine Ende der Schnur an einer Wippe befestigt war, die mit dem Fuß betĂ€tigt wurde, und das andere Ende oberhalb der Drehbank an einer schwingenden Latte, die als Feder funktionierte. Die englische Bezeichnung „lathe“ fĂŒr Drehbank stammt von dieser Latte her. Damit hatte der Arbeiter beide HĂ€nde frei, um das Werkzeug zu fĂŒhren. FĂŒr die Metallbearbeitung nutzte man DrehbĂ€nke, die mit Rad- oder Kurbel­antrieb ausgestattet waren und daher eine kontinuierliche Drehbewegung sowie höhere KrĂ€fte und Schnittgeschwindigkeiten ermöglichten. Nachteilig war, dass man fĂŒr den Betrieb einen Gehilfen benötigte. Seit 1528 sind in der Schlosserei Schraubstöcke belegt, die eine prĂ€zisere Arbeit gestatteten, indem der Arbeiter beide HĂ€nde zur FĂŒhrung des Werkzeugs frei hatte.cite-ref-spur25f-16-1[16]

Beginn der industriellen Metallzerspanung (1500–1900)

Im 16. Jahrhundert ging man verstĂ€rkt dazu ĂŒber, auch Metalle spanend zu bearbeiten. Zuvor war dafĂŒr nur das Schleifen und Feilen verbreitet. Zum Ausbohren von Kanonenrohren aus Gusseisen entstanden große Bohrwerke, die von Muskelkraft angetrieben wurden. Einige Ingenieure schrieben MaschinenbĂŒcher, in denen solche Bohrwerke abgebildet und beschrieben sind. Zu diesen Autoren zĂ€hlt unter anderem der Artilleriehauptmann Vannoccio Biringuccio mit seinem zehnbĂ€ndigen Werk De la pirotechnia („Von der Feuerwerkskunst“, Venedig 1540). Praxis außerhalb des Kriegshandwerks wurde noch nicht unbedingt geschĂ€tzt. Biringuccio beschrieb allerdings nicht nur Waffen, sondern begrĂŒndete die Metallurgie. Höher angesehen war Jacques Bessons in der Gelehrtensprache Latein verfasstes Buch Theatrum instrumentorum et machinarum („Theater der Instrumente und Maschinen“), auf dessen Schautafeln auch DrehbĂ€nke abgebildet sind. Wie der Titel schon sagt, waren diese komplizierten Maschinen eher zum Betrachten und Staunen als zur Konstruktion gedacht. Der Mönch und Botaniker Charles Plumier setzte einige dieser Ideen hundert Jahre spĂ€ter in die Praxis um und publizierte 1701 ein hĂ€ufig aufgelegtes Buch L’Art de Tourner („Die Kunst des Drehens“), in dem er unter anderem das Kopierdrehen und Ovaldrehen mit mechanischen Steuerungen (z. B. Kurvenscheiben) und Schablonen beschrieb.cite-ref-18[18]

In der von Denis Diderot ab 1751 herausgegebenen EncyclopĂ©die ou Dictionnaire raisonnĂ© des sciences, des arts et des mĂ©tiers (ungefĂ€hr: „EnzyklopĂ€die oder kritisches Wörterbuch der Wissenschaften, Techniken und Berufe“) wurden alle Zerspanungstechniken jener Zeit dokumentiert. Zur Herstellung leistungsfĂ€higerer Werkzeuge und Maschinen brauchte man allerdings jene Werkzeuge und Maschinen, die man noch nicht hatte. Diese Paradoxie zeigt sich am deutlichsten in der Entwicklung der Dampfmaschine: Im 18. Jahrhundert wurden Bohrwerke zur Fertigung der gusseisernen Zylinder benötigt. Zu Beginn des Jahrhunderts hatte man noch große Probleme, die Zylinder in der benötigten Genauigkeit herzustellen. John Smeaton verbesserte in Details sowohl die Dampfmaschinen als auch die Bohrwerke. James Watt hatte nach seiner entscheidenden Verbesserung der Dampfmaschine (Patent von 1769) Probleme mit der Fertigung der Zylinder. Erst John Wilkinson gelang es 1775, durch eine doppelt gelagerte Welle die Schwingungen des Bohrers zu reduzieren und damit die Genauigkeit deutlich zu verbessern. Die Dampfmaschine selbst ermöglichte und beschleunigte die Industrialisierung, was einen vermehrten Einsatz von Eisenwerkstoffen bedeutete. Da aus der Bearbeitung von Eisenteilen auch höhere ZerspankrĂ€fte resultierten, ging man dazu ĂŒber, die Gestelle der Werkzeugmaschinen ebenfalls aus Gusseisen oder Stahl zu fertigen.

Im Laufe der Industrialisierung etablierte sich eine Prozesskette fĂŒr die Metallbearbeitung: ZunĂ€chst wurde durch Gießen und Schmieden die zu erzeugende Form grob herausgearbeitet. Anschließend wurde die Form durch Drehen, Bohren und Hobeln genauer herausgearbeitet. Zuletzt wurden die WerkstĂŒcke durch Schleifen fertig bearbeitet.

Um große StĂŒckzahlen zu erreichen, wurden die meisten bekannten Verfahren maschinisiert: Es entstanden Dreh-, Hobel- und Bohrmaschine. Das FrĂ€sen war ab dem 19. Jahrhundert ein neues Verfahren, das zeitgleich mit der FrĂ€smaschine entstand. Es ersetzte viele Routinearbeiten mit Handwerkzeugen wie Schnitzen, Schaben oder Gravieren.

Von besonderer Bedeutung fĂŒr die Werkzeugmaschinen ist Henry Maudslay, ein englischer Ingenieur und Fabrikant. Sein Einfluss auf die Entwicklung der Werkzeugmaschinen entspricht etwa demjenigen von Watt auf die Entwicklung der Dampfmaschinen.cite-ref-19[19] Vor allem das Drehen hatte fĂŒr die Industrialisierung erhebliche Bedeutung, da damit Bolzen, Schrauben, Spindeln, Achsen und Wellen fĂŒr Dampf- und Textilmaschinen gefertigt werden konnten. Um eine prĂ€zise Bearbeitung sicherzustellen, wurden Werkzeughalter in die Maschinen integriert, die ĂŒber Kurbeln bewegt wurden. Meist diente eine zentrale Dampfmaschine als Antrieb fĂŒr eine gesamte Fabrikhalle.cite-ref-20[20]cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24]

Probleme bereiteten die Werkzeuge, die noch wie im Mittelalter aus aufgekohltem Stahl bestanden. Sie verloren bei der Zerspanung von Eisenwerkstoffen aufgrund ihrer geringen Temperaturfestigkeit bereits bei Schnittgeschwindigkeiten von wenigen Metern pro Minute ihre HĂ€rte. Das Ausbohren von Watts Zylindern dauerte deshalb fast einen Monat. Erste Abhilfe kam durch einen legierten Werkzeugstahl mit Anteilen von Wolfram von Robert Forester Mushet, der auch als Mushet-Stahl bezeichnet wird. Damit waren Schnittgeschwindigkeiten von etwa 10 m/min möglich.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26] Gegen 1870 entstanden in Amerika die ersten Drehautomaten, die zwar von einer Fachkraft eingerichtet werden mussten, aber von einem angelernten Hilfsarbeiter bedient werden konnten. Die Maschine fĂŒhrte sĂ€mtliche Arbeiten selbststĂ€ndig aus, inklusive des Werkzeugwechsels fĂŒr die verschiedenen ArbeitsgĂ€nge, nur der WerkstĂŒckwechsel wurde vom Arbeiter ĂŒbernommen.

20. Jahrhundert

Gegen 1900 waren Werkzeugmaschinen erstmals genauer als Handarbeit. Bislang konnte man Teile mit hohen Genauigkeitsanforderungen, etwa fĂŒr Passungen, nur grob maschinell vorarbeiten und musste sie anschließend per Hand anpassen. Die spanende Fertigung von Passteilen war auch eine Voraussetzung fĂŒr die Großserienfertigung von NĂ€hmaschinen und FahrrĂ€dern um die Jahrhundertwende und schließlich fĂŒr die Fließbandmontage von Autos bei Ford ab den 1920er Jahren.cite-ref-27[27] Damit standen fĂŒr alle Verfahren ausreichend genaue Maschinen zur VerfĂŒgung.

Die großen Fortschritte der Zerspantechnik im 20. Jahrhundert lagen jedoch bei der ProduktivitĂ€t und der FlexibilitĂ€t: Neue Schneidstoffe ermöglichten immer höhere Schnittgeschwindigkeiten und damit kĂŒrzere Bearbeitungszeiten, mechanisch und elektrisch gesteuerte Maschinen waren ebenfalls deutlich produktiver. Über das gesamte Jahrhundert hinweg wurden immer hĂ€rtere Schneidstoffe entwickelt, welche die zulĂ€ssigen Schnittgeschwindigkeiten permanent steigerten. Im Jahr 2000 erforderte eine Arbeit, fĂŒr die man um 1900 noch 100 Minuten benötigt hatte, nur noch eine einzige Minute.cite-ref-28[28] Die spĂ€ter aufkommende numerische Steuerung erhöhte zudem die FlexibilitĂ€t und ermöglichte die Fertigung von WerkstĂŒcken mit sehr komplexer Geometrie.

Schnellarbeitsstahl

Die wichtigste Entwicklung zu Beginn des Jahrhunderts war die des Schnellarbeitsstahls (High-Speed-Steel, HSS). Mit ihm waren dreimal höhere Schnittgeschwindigkeiten und damit deutlich kĂŒrzere Bearbeitungszeiten möglich. Auf der Weltausstellung Paris 1900 stellte Frederick Winslow Taylor den gemeinsam mit Maunsel White entwickelten Schnellarbeitsstahl vor und demonstrierte dessen LeistungsfĂ€higkeit. Mit fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse unvorstellbaren Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 40 m/min begannen die Werkzeuge rot zu glĂŒhen und stumpften dennoch nicht ab, wĂ€hrend die SpĂ€ne blau anliefen. Die damaligen Maschinen waren jedoch nicht fĂŒr die dazu nötigen höheren KrĂ€fte und Leistungen ausgelegt. Experimente der Firma Ludwig Loewe & Co. ergaben, dass die Maschinen durch eine solche Erhöhung der Schnittgeschwindigkeiten in wenigen Wochen vollkommen unbrauchbar wĂŒrden. Da Maschinen grundsĂ€tzlich recht teuer und bei sachgemĂ€ĂŸer Behandlung auch langlebig waren, nutzte man den Schnellarbeitsstahl zunĂ€chst, um die Standzeit der Werkzeuge zu erhöhen, und ging erst kurz vor dem Ausmustern der Maschinen dazu ĂŒber, die möglichen Schnittgeschwindigkeiten zu nutzen.cite-ref-29[29]

Elektrische Antriebe und Steuerungen

Der Übergang zur neuen Maschinengeneration wurde auch dadurch begĂŒnstigt, dass der Elektromotor, der seit den 1860ern bekannt war, um 1920 so robust geworden war, dass er den hohen Belastungen in der Industrie standhielt. Nun wurde jede Maschine mit einem eigenen Elektromotor ausgerĂŒstet. Die Elektrifizierung in der Industrie zu Beginn des Jahrhunderts wird auch als Zweite industrielle Revolution bezeichnet. Die Elektromotoren schufen neue Möglichkeiten, die Maschinen zu steuern. Mittels eines Tasters konnte nun die Form eines Urmodells auf ein WerkstĂŒck ĂŒbertragen werden, indem Sensoren die entsprechenden Verfahrbewegungen an die Motoren der Maschinen weitergaben. Damit wurde das Kopierdrehen und -frĂ€sen auch von mittleren LosgrĂ¶ĂŸen wirtschaftlich möglich.

Hartmetall

In den 1930er Jahren gab es in Gestalt des Hartmetalls einen neuen Schneidstoff, der die Schnittgeschwindigkeiten abermals um das Drei- bis Vierfache erhöhen konnte. Die ersten Hartmetallsorten bestanden aus Wolframcarbid und wurden zunĂ€chst fĂŒr die Bearbeitung von Aluminium genutzt. Bei der Zerspanung von Stahl hingegen verflĂŒchtigte sich der enthaltene Kohlenstoff, da das Hartmetall beim Kontakt mit dem Stahl diffundierte. Erst als man Mitte der 30er Jahre auf Titancarbid, Tantalcarbid und Niobcarbid basierende Hartmetallsorten entwickelt hatte, war die Basis fĂŒr einen wirtschaftlichen Einsatz bei WerkstĂŒcken aus Stahl geschaffen. Der damals noch recht neue Werkstoff wurde in der Automobilindustrie immer hĂ€ufiger genutzt. Die Werkzeuge bestanden meist aus einem Schaft aus Schnellarbeitsstahl mit einer eingelöteten Platte aus Hartmetall, die von den Arbeitern in die gewĂŒnschte Form geschliffen wurde.

Da die Maschinen wie bei Entwicklung der HSS-Werkzeuge nicht ĂŒber ausreichende StabilitĂ€t und Leistung verfĂŒgten und die Hartmetalle vergleichsweise teuer waren, erfolgte die EinfĂŒhrung der Hartmetall-Werkzeuge bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs nur allmĂ€hlich. Außerdem wurde Hartmetall wĂ€hrend der Weltwirtschaftskrise in den 30ern als sonderbarer und exotischer Schneidstoff betrachtet. GrĂ¶ĂŸere Verbreitung fanden die Hartmetalle erst nach dem Krieg.cite-ref-30[30]

Klemmhalter, Wendeschneidplatten und Beschichtungen

In der Mitte der 1950er Jahre entstanden Klemmhalter fĂŒr die Schneidplatten, was mehrere wichtige Vorteile hatte: Der Wechsel der Schneiden war schneller, und die stumpfen Schneiden konnten in einer von den Werkzeughaltern getrennten Vorrichtung nachgeschliffen werden. Da die Werkzeuge in den Maschinen bleiben konnten, verbesserte sich auch die erreichbare Genauigkeit. Außerdem mussten die Schneidstoffe nicht mehr lötbar sein, sodass man ihre genaue Zusammensetzung besser auf die Schneideigenschaften ausrichten konnte.

Der entscheidende Schritt auf dem Weg zum modernen Werkzeug war die Entwicklung der Wendeschneidplatte. Ähnlich wie eine Rasierklinge wurden die Schneiden nun nach Gebrauch nicht mehr geschliffen, sondern zunĂ€chst gedreht, um andere Kanten als Schneiden zu verwenden, und schließlich weggeworfen. Die Werkzeughersteller konnten nun die Schleifeignung der Schneidplatten bei deren Verbesserung vernachlĂ€ssigen und sich auf Hartstoffbeschichtungen beschrĂ€nken. Dies löste zunĂ€chst Befremden bei den Facharbeitern und Ingenieuren aus, da Werkzeuge als wertvoll galten und ĂŒblicherweise nicht weggeworfen, sondern nachgeschliffen wurden. Außerdem war das Wissen ĂŒber die erforderlichen Werkzeuggeometrien Sache der erfahrenen Facharbeiter, die sie eigenhĂ€ndig einschliffen. Da der Wegfall des Nachschleifens auch mit Kosteneinsparungen verbunden war, setzten sich die Wendeschneidplatten bald durch.cite-ref-31[31]

Problematisch in der automatisierten Fertigung waren die teilweise langen SpĂ€ne, da sie sich in der Maschine verheddern konnten. Daher wurden Spanleitstufen auf die Schneiden aufgesetzt und festgeklemmt. Je nach Vorschub konnte ihr Abstand von der Schneidkante in mehreren Stufen eingestellt werden. In den 60ern entstanden Wendeschneidplatten mit eingesinterten Spanleitstufen, teilweise auch schon als mehrfache Spanleiter fĂŒr verschiedene VorschĂŒbe. Die bisher scharfkantigen Schneiden wurden durch Trommeln abgerundet und dadurch wesentlich unanfĂ€lliger gegenĂŒber Schwankungen in der Werkstoffzusammensetzung und der WerkstĂŒckmaße. Ende der 60er Jahre wurden die Wendeplatten international genormt, sodass die verschiedenen Hersteller nun dieselben Kurzzeichen verwendeten.cite-ref-ab-sandvik-coromant-1995-32-0[32]

Gegen Ende der 1960er Jahre kamen auch die ersten beschichteten Werkzeuge auf. Ein Werkzeug oder eine Wendeschneidplatte aus Schnellarbeitsstahl oder Hartmetall wurde dabei mit Hartstoffen beschichtet, die die Standzeit weiter verbesserten.cite-ref-ab-sandvik-coromant-1995-32-1[32]

CNC-Maschinen, verÀnderte Funktion des Schleifens

Mit der Entwicklung der CNC-Maschinen wurde es ab den 1970ern möglich, die CAD-Daten der Konstrukteure direkt auf Maschinen zu ĂŒbertragen, die selbststĂ€ndig die Werkzeuge bewegen und die erforderliche Kontur abfahren. Die UrsprĂŒnge der CNC-Maschinen gehen jedoch bis zum Anfang der 50er Jahre zurĂŒck. Die Bauteilgeometrie im Flugzeugbau wurde zunehmend komplexer, weshalb der amerikanische Ingenieur John T. Parsons auf die Idee kam, die Bewegungen der Werkzeuge durch einen Rechner steuern zu lassen. Mithilfe des MIT und der finanziellen UnterstĂŒtzung durch die US-Luftwaffe gelang schließlich der Bau einer mit Lochkarten gesteuerten Maschine. Die Programmierung war jedoch aufwendig, und die Hardware war teurer als die eigentliche Maschine. Erst mit der Entwicklung des Mikroprozessors im Rahmen der Dritten industriellen Revolution brachten die CNC-Maschinen wirtschaftliche Vorteile, sodass sie sich schnell durchsetzten.

In den 70ern entstanden neue Werkzeuggeometrien, welche Forschungsergebnisse bezĂŒglich Festigkeit, Verschleiß, KrĂ€ften und Temperaturen berĂŒcksichtigten. So entstanden beispielsweise wellenförmige Spanbrecher und SpanflĂ€chen.

Auf dem Gebiet der Werkstoffe gab es zwei unterschiedliche Entwicklungen: Zum einen wurden festere und hĂ€rtere Werkstoffe entwickelt, die oft in der Automobil- oder der Luft- und Raumfahrttechnik Verwendung fanden und immer schwerer zu zerspanen waren. Deshalb gingen in diesen Branchen die Schnittgeschwindigkeiten zurĂŒck, trotz besserer Schneidstoffe. Andererseits wurden Werkstoffsorten entwickelt, die sich besonders einfach zerspanen lassen wie der Automatenstahl.

Durch weitere Entwicklungen wie verbesserten CNC-Controller sowie der Einsatz von modernen Werkzeuggeometrien konnten höhere VorschĂŒbe und Schnitttiefen realisiert werden. Dadurch wurde es möglich, das Zeitspanvolumen von bestehenden Werkzeugmaschinen deutlich zu erhöhen. Diese modernen Entwicklung sind unter dem Begriff Hochleistungszerspanen bzw. High Performance Cutting bekannt.

An der Wende zum 21. Jahrhundert begannen in der Zerspantechnik einige Grenzen zu verschwimmen: Das Schleifen, das lange Zeit ein Feinbearbeitungsverfahren fĂŒr harte Werkstoffe war, wurde immer leistungsfĂ€higer und konnte nun andere spanende Verfahren ersetzen. Andererseits ermöglichten die superharten Schneidstoffe Diamant und Bornitrid die Bearbeitung von harten Werkstoffen auch durch Drehen, FrĂ€sen und Bohren (Hartzerspanen), die nun ihrerseits das Schleifen ersetzen konnten. Mit dem Hochgeschwindigkeitszerspanen wurden auch diese Verfahren immer leistungsfĂ€higer.cite-ref-33[33]

Wissenschaftliche Forschung

Johann Beckmann begann im 18. und 19. Jahrhundert ein neues Fachgebiet zu etablieren, das die bekannten Fertigungsverfahren beschrieb: die Technologie. Daraus entwickelte sich an den Technischen Hochschulen das Gebiet der Mechanischen Technologie. Karl Karmarsch schrieb um die Mitte des 19. Jahrhunderts ein dreibÀndiges Werk, in dem er die Verfahren beschrieb, ordnete und systematisierte. Dies kann als Beginn der wissenschaftlichen Durchdringung der Fertigungstechnik betrachtet werden.

Einen wichtigen Impuls erhielt die Zerspanungsforschung durch den Amerikaner Frederick Winslow Taylor. Er fĂŒhrte gegen 1900 verschiedene Experimente durch und verfasste ein Werk On the Art of Cutting Metals (wörtlich: „Über die Kunst, Metall zu schneiden“, New York 1906/07). Nach ihm ist unter anderem die Taylor-Gerade benannt, die einen Zusammenhang zwischen der Standzeit und der Schnittgeschwindigkeit liefert. Im frĂŒhen 20. Jahrhundert wurden an zahlreichen Technischen Hochschulen und weiteren Forschungsinstituten die Grundlagen der Zerspanung erforscht. In ungezĂ€hlten Experimenten wurden beispielsweise die v60-Werte fĂŒr die wichtigsten Materialien ermittelt, also diejenigen Schnittgeschwindigkeiten, bei denen die Standzeit 60 Minuten betrĂ€gt. Anfang der 1930er Jahre gab es Tabellen fĂŒr alle damals gĂ€ngigen Schneid- und Werkstoffe mit Richtwerten fĂŒr die Schnittgeschwindigkeit. In den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts standen die theoretische und praktische Erforschung der SchnittkrĂ€fte im Vordergrund, aber auch der Schnittwiderstand verschiedener Werkstoffe wurde ermittelt. GrundsĂ€tze der Zerspankraftzerlegung wurden vom Drehen ĂŒbertragen auf das FrĂ€sen und Bohren. Ab den 1920er Jahren wurde vermehrt der Einfluss der Schneidengeometrie auf die KrĂ€fte und Standzeiten untersucht. Die neuen Chrom-Nickel-StĂ€hle, die in der Automobilindustrie hĂ€ufig zerspant wurden, bereiteten dort Probleme. Daher wurde die Zerspanbarkeit dieser Werkstoffe mit umfangreicher UnterstĂŒtzung durch die Stahl- und Automobilindustrie erforscht. Außerdem entstanden die ersten ForschungsansĂ€tze ĂŒber die Spanbildung, und -entstehung, der OberflĂ€chenprĂŒfung und der Temperaturmessung beim Spanen. Etwa zeitgleich wurde der Begriff der Zerspanbarkeit, der anfangs nur durch die Standzeit gemessen wurde, ausgedehnt und berĂŒcksichtigte nun zusĂ€tzlich die auftretenden KrĂ€fte, Temperaturen und die erreichbare OberflĂ€chengĂŒte.

In Deutschland befassten sich eine ganze Reihe von Forschern mit der Zerspanung, darunter Adolf Wallichs, Heinrich Schallbroch, Max Kronenberg (1894–1972), Franz Koenigsberger (1907–1979), Karl Gottwein, Ewald Sachsenberg, Georg Schlesinger und Friedrich Schwerd. Vom Verein Deutscher Ingenieure wurde im Rahmen der Zeitschrift Maschinenbau 1926 das Sonderheft Zerspanen herausgegeben, mit BeitrĂ€gen namhafter Autoren zu aktuellen Problemen der Forschung. In anderen europĂ€ischen LĂ€ndern wurde nur sporadisch auf diesem Gebiet geforscht. In den USA dagegen waren zahlreiche Fachleute tĂ€tig. Der Begriff der „machinability“ entwickelte sich dort Ă€hnlich wie „Zerspanbarkeit“ von der ausschließlichen BerĂŒcksichtigung der Standzeit hin zur Einbeziehung von KrĂ€ften und erreichbaren OberflĂ€chengĂŒten. In den 30er Jahren entstanden umfangreiche Tabellen ĂŒber die Zerspanbarkeit der wichtigsten Werkstoffe, die alle diese Kriterien berĂŒcksichtigten. In den Mittelpunkt der Forschungen rĂŒckte nun das FrĂ€sen. Ermittelt wurden nun auch die Temperaturverteilungen auf dem Werkzeug sowie der zeitliche Ablauf der Spanbildung mittels Kinematografie.

In der zweiten HĂ€lfte des Jahrhunderts fand Otto Kienzle eine einfache Methode zur Ermittlung der Zerspankraft. In den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Finite-Elemente-Methode immer hĂ€ufiger fĂŒr komplexe Berechnungen genutzt.cite-ref-34[34]cite-ref-35[35]

Das Zerspanen von Holz wurde zu allen Zeiten praktiziert, wird aber erst seit der Mitte des 20. Jahrhunderts systematisch erforscht. Dies mag daran liegen, dass sich Holz „im allgemeinen gut und leicht bearbeiten lĂ€sst, andererseits als organisches ‚inhomogenes‘ Gebilde im Gegensatz zu Metallen die Aufstellung allgemeiner Richtlinien fĂŒr die Zerspanung erschwert“.cite-ref-36[36] Metalle bildeten die grĂ¶ĂŸere Herausforderung fĂŒr die Fertigungstechnik und versprachen einen grĂ¶ĂŸeren wirtschaftlichen Nutzen.

Grundlagen

Bewegungen

Die Spanungsbewegung besteht aus zwei Komponenten: der Schnittbewegung und der Vorschubbewegung. Ihre Art und ihre Richtung zueinander werden dazu genutzt, die verschiedenen Verfahren voneinander abzugrenzen. FĂŒr das Ergebnis ist die relative Bewegung zwischen Werkzeug und WerkstĂŒck ausschlaggebend. Ob das Werkzeug die Bewegung durchfĂŒhrt und das WerkstĂŒck stillsteht oder andersherum, ist nur fĂŒr die Konstruktion der Maschinen von Bedeutung.

Die Schnittbewegung fĂŒhrt zur Spanabnahme wĂ€hrend einer Umdrehung oder eines Hubes. Bei Verfahren mit rotierender Bewegung, also dem Drehen, Bohren, FrĂ€sen und SĂ€gen mit KreissĂ€gen, handelt es sich bei der Schnittbewegung um eine rotatorische Bewegung. Beim Hobeln, Stoßen, Feilen und SĂ€gen mit BĂŒgelsĂ€gen handelt es sich um eine hin- und hergehende Bewegung. In die Richtung der Schnittbewegung wirken auch die Schnittgeschwindigkeit v c {\displaystyle v_{c}} und die Schnittkraft F c {\displaystyle F_{c}} (c; englisch cut = Schnitt).

Die Vorschubbewegung ist diejenige Komponente, die eine fortdauernde Spanabnahme erlaubt. Beim Bohren ist dies beispielsweise das Eindringen des Bohrers in die Bohrung, bei den SĂ€geverfahren das Eindringen in die Nut. Sie kann schrittweise erfolgen, zwischen den HĂŒben wie beim Hobeln, Stoßen und Feilen, oder kontinuierlich wie beim Bohren, FrĂ€sen, Drehen und SĂ€gen. In die Richtung der Vorschubbewegung wirken auch die Vorschubgeschwindigkeit v f {\displaystyle v_{f}} und die Vorschubkraft F f {\displaystyle F_{f}} (f; englisch feed = Vorschub).

Die Wirkbewegung ist die Resultierende aus Schnitt- und Vorschubbewegung. Dementsprechend ist die Wirkgeschwindigkeit v e {\displaystyle v_{e}} (e; englisch effective = Effektiv) die Resultierende der beiden Komponenten. Die resultierende Kraft wird Aktivkraft F a {\displaystyle F_{a}} genannt; sie ist ein Teil der Zerspankraft F {\displaystyle F} .

Der Winkel zwischen der Schnitt- und Vorschubrichtung ist der Vorschubrichtungswinkel φ φ {\displaystyle \varphi } (phi). Bei Verfahren mit rotierendem Werkzeug wie dem FrĂ€sen Ă€ndert er sich wĂ€hrend einer Umdrehung. Bei den anderen Verfahren betrĂ€gt er konstant 90 °. Der Winkel zwischen Schnitt- und Wirkrichtung wird Wirkrichtungswinkel η η {\displaystyle \eta } genannt.cite-ref-37[37]cite-ref-38[38]

SpÀne

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Span (Fertigungstechnik)

Unter der Spanbildung versteht man die verschiedenen Arten der Entstehung von SpĂ€nen. Sie unterscheiden sich im Detail je nach Verfahren, HĂ€rte des Werkstoffs und vielen weiteren EinflĂŒssen. Der Werkstoff wird zunĂ€chst am Werkzeug angestaucht, wodurch sich die Schubspannungen erhöhen, bis die Fließgrenze erreicht ist. Es bildet sich ein Span aus, der ĂŒber die SpanflĂ€che des Schneidteils ablĂ€uft.cite-ref-39[39]

Spanarten und -formen

Selbst bei gleichem zu zerspanendem Werkstoff können durch VerĂ€ndern der ProzesskenngrĂ¶ĂŸen unterschiedliche Spanarten entstehen:cite-ref-40[40]

‱ Fließspan: Ein gleichmĂ€ĂŸiger Span. Diese Spanart ist meist die gewĂŒnschte, da das Werkzeug gleichmĂ€ĂŸig belastet wird.
‱ Scherspan: In der Scherzone getrennte Spanteile, die sich teilweise wieder zusammen verschweißen. Schuppiger Span.
‱ Reißspan: Auch Bröckelspan; ein Span, der abgerissen und nicht abgeschnitten wird, was eine schlechte OberflĂ€chenqualitĂ€t zur Folge hat.

Die Spanformen dagegen beschreiben die Form des Spans nach Verlassen des Werkzeugs. Sie reichen von langen Band- und WirrspĂ€nen ĂŒber SpiralspĂ€ne bis hin zu kurzen BruchspĂ€nen und hĂ€ngen von der Geometrie der Schneide, Vorschub- und Schnittgeschwindigkeit ab. Lange SpĂ€ne sorgen fĂŒr eine gleichmĂ€ĂŸige Belastung der Schneide, können sich aber in der Maschine verheddern und somit das WerkstĂŒck zerkratzen oder auch die Bediener gefĂ€hrden. Kurze SpĂ€ne lassen sich leicht abtransportieren, sorgen aber durch die ungleichmĂ€ĂŸige Werkzeugbelastung (Entlastung bei Spanbruch, Belastung bei erneuter Spanbildung) fĂŒr einen erhöhten Werkzeugverschleiß.cite-ref-41[41]cite-ref-42[42]

AbhÀngigkeit von den Werkstoffen

Spanbildung und Trennvorgang unterscheiden sich je nach Werkstoff: Bei der Zerspanung von fließfĂ€higen und isotropen Materialien wie (ungehĂ€rteten) Metallen und Kunststoffen wird das Material von der Schneide plastisch und elastisch verformt, und entlang einer Scherzone kommt es zu Fließ- und AbtrennvorgĂ€ngen. Zumeist entsteht ein geometrisch definierter Span. Der Trennvorgang ist nicht richtungsabhĂ€ngig.

Beim anisotropen, nicht fließfĂ€higen Holz hĂ€ngt die Spanbildung außerdem vom Faserschnittwinkel ab, was die PrĂ€zision der Schnitte und die Standzeit der Werkzeuge erheblich beeinflusst: Man unterscheidet das Spanen mit der Faser vom Spanen gegen die Faser. Was die Rotation der Werkzeuge im VerhĂ€ltnis zur Faser betrifft, spricht man von Gegenlauf- und Gleichlaufbetrieb. Die Schnittrichtungen werden grob nach Hirnschnitt, LĂ€ngsschnitt und Querschnitt unterschieden. Weil sich kaum eine Bearbeitung auf eine einzige Schnittrichtung beschrĂ€nken kann, entsteht ein Spangemisch.cite-ref-43[43] Die Vorspaltung des Holzes vor allem beim Spanen mit der Faser, die mit dem Spanwinkel zunimmt, muss stets einkalkuliert werden: Mit möglichst großer Geschwindigkeit der Schneide versucht man etwa, die MassetrĂ€gheit des WerkstĂŒcks zu nutzen, um die SpĂ€ne rechtzeitig abzubrechen.cite-ref-44[44] Grundlegende Untersuchungen zur Zerspanung von Holz gibt es ungefĂ€hr seit den 1980er Jahren.

Bei kristallinen Werkstoffen wie etwa martensitischem Stahl und mineralischen Stoffen ist die plastische Deformation gering bis sehr gering, sodass die SpÀne durch Sprödbruch entstehen. Das Werkzeug muss die elastische Verformungsenergie aufnehmen.cite-ref-45[45]

Werkzeuge

Bauarten

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Zerspanungswerkzeug

Die Werkzeuge bestehen aus mehreren Teilen: Einem Schaft, einem Griff fĂŒr die manuelle Fertigung oder einer Maschinenschnittstelle fĂŒr Maschinenwerkzeuge und dem schneidenden Teil. Sie können als Massivwerkzeuge aus einem einzigen, durchgĂ€ngigen Material bestehen. Wenn die Schneiden stumpf werden, werden sie nachgeschliffen. In der Industrie werden jedoch meist Wendeschneidplatten verwendet, die in die Werkzeuge eingesetzt werden. Ihre Kanten fungieren dann als Schneiden. Wenn sie abstumpfen, werden sie gedreht und schließlich ausgetauscht.

Schleifwerkzeuge dagegen bestehen aus einer Vielzahl an Körnern, die zum Werkzeug zusammengefĂŒgt werden. Bei sehr teuren Werkzeugwerkstoffen (Schleifmittel) bestehen sie aus einem gĂŒnstigen TrĂ€germaterial, das außen mit dem Schleifmittel beschichtet wird.cite-ref-46[46]

Werkzeugmaterialien

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Schneidstoff

und

Schleifmittel

Das Werkzeugmaterial beim Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide wird als Schneidstoff bezeichnet, dasjenige bei geometrisch unbestimmter Schneide meist als Schleifmittel, gelegentlich ebenfalls als Schneidstoff.

An Schneidstoffe werden verschiedene Anforderungen gestellt, die sich nicht alle gleichermaßen verwirklichen lassen. Zu den wichtigsten zĂ€hlen:


Um das Spanen wirtschaftlich zu gestalten, werden einerseits hohe Schnittgeschwindigkeiten angestrebt, was die Bearbeitungszeit möglichst gering hĂ€lt. Bei hohen Geschwindigkeiten ist allerdings die Temperaturbelastung hoch, was zu erhöhtem Verschleiß und geringerer HĂ€rte des Werkzeugs fĂŒhrt. Andererseits kann der Vorschub erhöht werden, was zu einem grĂ¶ĂŸeren Spanungsquerschnitt und somit zu grĂ¶ĂŸeren KrĂ€ften fĂŒhrt.

Wichtige Schneidstoffe, grob sortiert nach aufsteigender HĂ€rte und Warmfestigkeit und abnehmender ZĂ€higkeit und Biegefestigkeit, sind:

‱ Hartmetall
‱ Kubisches Bornitrid
‱ Diamant

Beim Spanen mit geometrisch unbestimmter Schneide kann das Werkzeugmaterial entweder gebunden vorliegen (Schleifscheiben und Honsteine) oder lose (Pasten beim LĂ€ppen und Polieren).cite-ref-47[47]

Standvermögen

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Standvermögen

Das Standvermögen bezeichnet die FĂ€higkeit eines Wirkpaares (WerkstĂŒck und Werkzeug), bestimmte ZerspanvorgĂ€nge durchzustehen. Sie ist umso besser, je lĂ€nger es dauert, bis das Werkzeug verschlissen ist.

Standzeit

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Standzeit (Zerspanen)

Die Standzeit ist die Zeit, bis das Werkzeug ausgetauscht oder nachgeschliffen werden muss. Dazu zĂ€hlt jedoch nur die Zeit, in der das Werkzeug auch tatsĂ€chlich fĂŒr die Bearbeitung genutzt wird. WerkstĂŒckwechselzeiten beispielsweise zĂ€hlen also nicht dazu. In der industriellen Metallbearbeitung sind Standzeiten von 15 bis 30 Minuten ĂŒblich, auf Transferstraßen wegen der langen Werkzeugwechselzeiten auch mehrere Stunden. Sie hĂ€ngt von zahlreichen EinflussgrĂ¶ĂŸen ab; fĂŒr gegebene Werkzeug- und WerkstĂŒck-Paarungen ist sie jedoch vor allem von der Schnittgeschwindigkeit abhĂ€ngig. Einen mathematischen Zusammenhang liefert die Taylor-Gerade.

Das Ende der Standzeit wird durch sogenannte Standkriterien bestimmt. Es kann sich um die auftretende Zerspankraft und erreichte OberflĂ€chenqualitĂ€t handeln. HĂ€ufig wird jedoch eine VerschleißgrĂ¶ĂŸe gewĂ€hlt. Die Standzeit gilt jeweils fĂŒr bestimmte Standbedingungen, die mit angegeben werden. T V B 0 , 2 ; 200 = 30 m i n {\displaystyle T_{VB0,2;200}=30\ min} beispielsweise ist eine Standzeit von 30 Minuten fĂŒr eine bestimmte Werkstoff-Werkzeug-Paarung bei einer Schnittgeschwindigkeit von 200 m/min, bis am Werkzeug eine Verschleißmarkenbreite VB von 0,2 mm erreicht ist.cite-ref-48[48]cite-ref-49[49]

Verschleiß

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Verschleiß (Spanen)

Verschleiß ist die Ursache fĂŒr die begrenzte Standzeit. Er wird durch die hohen thermischen und mechanischen Belastungen verursacht, denen die Werkzeuge unterliegen. Die KrĂ€fte können mehrere tausend Newton betragen und die Temperaturen bei hohen Schnittgeschwindigkeiten ĂŒber 1000 °C. FĂŒr den Verschleiß sind mehrere Mechanismen verantwortlich: mechanischer Abrieb, mikroskopische Pressschweißungen zwischen Span und Werkzeug, Oxidation, Diffusion und OberflĂ€chenzerrĂŒttung. An den Werkzeugen macht sich der Verschleiß in verschiedenen Formen bemerkbar. Am hĂ€ufigsten sind der FreiflĂ€chenverschleiß und der Kolkverschleiß, der sich als Vertiefung auf der SpanflĂ€che bemerkbar macht.cite-ref-50[50]cite-ref-51[51]

KĂŒhlschmierstoffe

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KĂŒhlschmierstoff

KĂŒhlschmierstoffe sollen durch Schmierung WĂ€rmeentstehung vermeiden, heiße SpĂ€ne abtransportieren und heiße Werkzeuge/-stĂŒcke kĂŒhlen, um eine zu große WĂ€rmeausdehnung zu vermeiden. Sie ermöglichen dadurch ein hohes Leistungsniveau zahlreicher Fertigungsprozesse. Da KĂŒhlschmierstoffe teuer und gesundheitsgefĂ€hrdend sind, wird versucht sie zu vermeiden. Eine Möglichkeit besteht in der Minimalmengenschmierung. Die Trockenbearbeitung dagegen kommt vollstĂ€ndig ohne KĂŒhlschmierstoffe aus.cite-ref-52[52]

GrĂ¶ĂŸen

Zerspanbarkeit

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Zerspanbarkeit

Zerspanbarkeit ist die Eigenschaft eines WerkstĂŒckes oder Werkstoffes, sich unter gegebenen Bedingungen spanend bearbeiten zu lassen. Sie richtet sich nachcite-ref-53[53] der erzielbaren OberflĂ€chengĂŒte, dem Werkzeugverschleiß, der Form der SpĂ€ne und der GrĂ¶ĂŸe der Zerspankraft.

Schneidhaltigkeit ist die FĂ€higkeit eines Werkzeuges, seine SchneidfĂ€higkeit wĂ€hrend des Zerspanens beizubehalten. SchneidfĂ€higkeit ist die FĂ€higkeit eines Werkzeuges, ein WerkstĂŒck oder einen Werkstoff unter gegebenen Bedingungen zu bearbeiten. Das Standvermögen ist die FĂ€higkeit eines Wirkpaares (Werkzeug und WerkstĂŒck), einen bestimmten Zerspanvorgang durchzustehen. Es wird von der QualitĂ€t des Werkzeugs und der Zerspanbarkeit des Werkstoffs beeinflusst.

Zerspankraft und Leistungen

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Zerspankraft

Die auf das Werkzeug wirkende Kraft wird als Zerspankraft bezeichnet. Sie setzt sich aus drei Komponenten zusammen: der Schnittkraft F c {\displaystyle F_{c}} in Schnittrichtung, der Vorschubkraft F f {\displaystyle F_{f}} in Vorschubrichtung sowie der Passivkraft F p {\displaystyle F_{p}} , die mit den anderen beiden KrĂ€ften jeweils einen rechten Winkel bildet. Bei den meisten Verfahren ist die Schnittkraft deutlich grĂ¶ĂŸer, sodass oftmals nur sie betrachtet wird. Der Betrag der Schnittkraft kann ĂŒber verschiedene Methoden ermittelt werden, in der Praxis etabliert ist das Verfahren von Otto Kienzle, das sie aus der SpanungsflĂ€che und der spezifischen Schnittkraft k c {\displaystyle k_{c}} ermittelt. Letztere ist die auf die SpanungsflĂ€che bezogene Schnittkraft.

k c = F A {\displaystyle k_{c}={\frac {F}{A}}}

Sie ist jedoch keine Werkstoffkonstante, sondern hĂ€ngt von mehreren EinflĂŒssen ab, insbesondere der Spanungsdicke.cite-ref-54[54]

Die fĂŒr die Zerspanung benötigte Leistung, die Wirkleistung P e {\displaystyle P_{e}} , ergibt sich als Produkt aus der Wirkgeschwindigkeit v e {\displaystyle v_{e}} und der Zerspankraft.

P e = F ⋅ ⋅ v e {\displaystyle P_{e}=F\cdot v_{e}}

Diese Leistung muss der Antrieb der Maschine mindestens abgeben können. HÀufig beschrÀnkt man sich darauf, die Schnittleistung P c {\displaystyle P_{c}} zu ermitteln, die in etwa der Wirkleistung entspricht. Sie ergibt sich aus der Schnittkraft und der Schnittgeschwindigkeit.

P c = F c ⋅ ⋅ v c {\displaystyle P_{c}=F_{c}\cdot v_{c}}

Energieumwandlung, WĂ€rme und Temperaturen

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Energieumwandlung und WĂ€rme beim Spanen

Die mechanische Energie wird fast vollstĂ€ndig in WĂ€rme umgewandelt. Dies geschieht zum einen durch Reibung zwischen Werkzeug und WerkstĂŒck, zum anderen durch die Verformung des Spans. Der grĂ¶ĂŸte Teil der WĂ€rme (ca. 95 %) verbleibt im Span selbst, sodass die ErwĂ€rmung des Werkzeugs und des WerkstĂŒcks vergleichsweise gering ausfallen. Da die verschiedenen Reibungen und Verformungen Ă€ußerst komplex sind, ist es bisher noch nicht gelungen, ein theoretisches Modell zu entwickeln, mit dem sich die entstehende WĂ€rme vorausberechnen ließe. Die bisherigen Erkenntnisse beruhen auf Messungen.cite-ref-55[55]

Die Energie wird an verschiedenen Stellen und durch verschiedene Mechanismen umgewandelt. Die fĂŒr die Verformung benötigte Energie lĂ€sst sich aufteilen in die Scherarbeit zum Scheren des Spanes in der Scherzone und die Trennarbeit, um den Span vom WerkstĂŒck abzutrennen. Reibungsarbeit ist nötig, um die Reibung zwischen WerkstĂŒck und der FreiflĂ€che des Schneidkeils sowie diejenige zwischen Span und SpanflĂ€che zu ĂŒberwinden. Ihre Anteile hĂ€ngen von der Spanungsdicke ab. Bei sehr kleinen Dicken sind die FreiflĂ€chenreibung und die Trennarbeit vorherrschend. Bei grĂ¶ĂŸeren Dicken ist es die Scherarbeit.cite-ref-56[56]

Geometrien am Werkzeug

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Schneidteil

Der idealisierte Schneidkeil besteht aus zwei FlĂ€chen – der SpanflĂ€che und der FreiflĂ€che –, die sich in der Schneide treffen. Der Winkel zwischen beiden ist der Keilwinkel. Des Weiteren wird zwischen Haupt- und Nebenschneide unterschieden. An der Nebenschneide liegen die Span- und NebenfreiflĂ€che. Die Werkzeug-Bezugsebene liegt senkrecht zur angenommenen Schnittrichtung und im betrachteten Punkt der Schneide. Sie bildet zusammen mit der Werkzeug-Schneidenebene und der Werkzeug-Orthogonalebene ein kartesisches Koordinatensystem. Die Werkzeug-Schneidenebene enthĂ€lt die Schneide und liegt senkrecht zur Werkzeug-Bezugsebene. Die Werkzeug-Orthogonalebene schneidet die beiden anderen im rechten Winkel und verlĂ€uft auch durch den betrachteten Punkt der Schneide. In diesen Ebenen sind weitere Winkel definiert, unter anderem der Werkzeug-Einstellwinkel und der Spanwinkel.cite-ref-57[57]

Eingriffs- und SpanungsgrĂ¶ĂŸen

EingriffsgrĂ¶ĂŸen sind GrĂ¶ĂŸen, die an der Maschine eingestellt werden. Dazu zĂ€hlen die Schnitttiefe a p {\displaystyle a_{p}} und die Schnittbreite, auch Zustellung und Vorschub f {\displaystyle f} genannt. Sie beeinflussen den Spanungsquerschnitt A = a p ⋅ ⋅ f {\displaystyle A=a_{p}\cdot f} und gemeinsam mit der Schnittgeschwindigkeit v c {\displaystyle v_{c}} das pro Zeit abgespante Volumen, das Zeitspanvolumen Q = A ⋅ ⋅ v c {\displaystyle Q=A\cdot v_{c}} , das eine wichtige ProduktivitĂ€tskennzahl ist. SpanungsgrĂ¶ĂŸen sind GrĂ¶ĂŸen, die die Spanbildung beeinflussen. Dazu zĂ€hlen die Spanungsbreite b {\displaystyle b} und die Spanungsdicke h {\displaystyle h} , die Dicke und Breite der abzutrennenden Werkstoffschicht beschreiben. Davon zu unterscheiden sind die Spandicke und -breite, die die Geometrie des abgetrennten Spanes betreffen und sich wegen der Spanstauchung von den SpanungsgrĂ¶ĂŸen unterscheiden. Zwischen den Eingriffs- und SpanungsgrĂ¶ĂŸen bestehen mit dem Werkzeug-Einstellwinkel Îș Îș {\displaystyle \kappa } folgende ZusammenhĂ€nge:cite-ref-58[58]

h = f ⋅ ⋅ sin ⁥ ⁥ Îș Îș {\displaystyle h=f\cdot \sin \kappa }
b = a p sin ⁥ ⁥ Îș Îș {\displaystyle b={\frac {a_{p}}{\sin \kappa }}}
A = a p ⋅ ⋅ f = b ⋅ ⋅ h {\displaystyle A=a_{p}\cdot f=b\cdot h}
Q = A ⋅ ⋅ v c {\displaystyle Q=A\cdot v_{c}}

OberflÀchen- und Randzoneneigenschaften

Insbesondere beim Drehen sind die Spuren des Werkzeuges als Rillen oder Riefen in der OberflĂ€che des WerkstĂŒcks zu erkennen, die auch die Rauheit beeinflussen. Die theoretisch maximal erreichbare Rauheit ergibt sich aus dem Vorschub f {\displaystyle f} und dem Schneidkantenradius r {\displaystyle r} zu

R t ≈ ≈ f 2 8 r {\displaystyle R_{t}\approx {\frac {f^{2}}{8r}}} .

Daher wird beim Schlichten (Feinbearbeitung) ein kleinerer Vorschub gewĂ€hlt als beim Schruppen. Die praktisch erreichbaren Rauheiten sind jedoch immer schlechter wegen Riefen am Werkzeug, die durch Verschleiß hervorgerufen werden. Auch das GefĂŒge des WerkstĂŒcks Ă€ndert sich in OberflĂ€chennĂ€he. Durch die hohen BearbeitungskrĂ€fte werden einige Schichten von Körnern plattgedrĂŒckt und in Bearbeitungsrichtung gestreckt. Dadurch werden Eigenspannungen in die WerkstĂŒcke eingebracht.cite-ref-59[59] Außerdem treten plastische Verformungen, HĂ€rteverĂ€nderungen und Risse auf.cite-ref-60[60]

Wahl und Optimierung der Schnittwerte

Falls fĂŒr ein bestimmtes WerkstĂŒck bereits der Rohling, das Werkzeug und die Maschine fĂŒr die Bearbeitung feststehen, können immer noch zahlreiche Prozessparameter frei gewĂ€hlt werden. Die wichtigsten sind der Vorschub, die Schnitttiefe und die Schnittgeschwindigkeit. Es existieren zahlreiche Tabellen mit Richtwerten, die bei kleineren StĂŒckzahlen verwendet werden können sowie als Ausgangspunkt fĂŒr Experimente fĂŒr die Optimierung dienen. Dabei sind jedoch gewisse Grenzen zu beachten. Die Schnitttiefe wird meist so groß wie möglich gewĂ€hlt, um mit möglichst wenigen Schnitten das WerkstĂŒck zu bearbeiten, falls das Aufmaß grĂ¶ĂŸer ist als die maximal mögliche Schnitttiefe. Sie wird sonst durch die StabilitĂ€t des Werkzeuges begrenzt, da es bei großen Schnitttiefen zum Rattern kommen kann, also zu Schwingungen die die OberflĂ€chenqualitĂ€t beeinflussen.

FĂŒr den Vorschub sind weitere Begrenzungen zu beachten. Er ist grundsĂ€tzlich ebenfalls so groß wie möglich zu wĂ€hlen, da er das Zeitspanvolumen erhöht und damit die Bearbeitungszeit senkt. Eine obere Grenze ergibt sich durch den Einfluss auf die Rauheit des WerkstĂŒcks und durch die steigende Zerspankraft. Falls das Drehmoment des Antriebes nicht ausreicht, um an der Wirkstelle die entsprechende Kraft zu erzeugen, lassen sich hohe VorschĂŒbe nicht realisieren. Vor allem fĂŒr die automatisierte Fertigung spielt die Spanform eine Rolle, die mit steigendem Vorschub gĂŒnstiger wird. Eine weitere Begrenzung ist die Mindestspanungsdicke die notwendig ist, um ĂŒberhaupt eine Spanbildung zu gewĂ€hrleisten.

Die Wahl der Schnittgeschwindigkeit hĂ€ngt vor allem mit dem Verschleiß zusammen. Bei hohen Geschwindigkeiten steigt er oft ĂŒberproportional, es sinken jedoch die Bearbeitungszeiten.

Die optimalen Schnittwerte ergeben sich durch die gesamten Fertigungskosten.cite-ref-61[61] Sie setzen sich zusammen aus den Maschinenkosten, den Lohnkosten und den Werkzeugkosten.cite-ref-62[62]

Neuere Verfahrensvarianten

An der Wende zum 21. Jahrhundert entstanden Varianten der etablierten Verfahren, die neue Möglichkeiten eröffneten. Sie stellen besondere Anforderungen an Maschinen und Werkzeuge. Teilweise sind dabei Effekte von Bedeutung, die sonst vernachlÀssigt werden können.

Hochgeschwindigkeitszerspanen

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Hochgeschwindigkeitszerspanen

Das Spanen mit hohen Geschwindigkeiten (HSC-Bearbeitung, von High-Speed-Cutting) erfordert geringere KrĂ€fte und ermöglicht bessere OberflĂ€chen und Formgenauigkeiten sowie bei gleichem Spanungsquerschnitt niedrigere Bearbeitungszeiten. Die Grenze zwischen konventionellem Spanen und Hochgeschwindigkeitsspanen ist nicht genau definiert. FĂŒr das Drehen liegt es bei Schnittgeschwindigkeiten oberhalb von 500 m/min bis 1500 m/min.cite-ref-63[63] Aus den fĂŒr diese Schnittgeschwindigkeiten erforderlichen hohen Drehzahlen resultieren jedoch auch hohe FliehkrĂ€fte. Nachdem um die Jahrtausendwende die technischen Voraussetzungen fĂŒr die Maschinentechnik gegeben waren, fand es in der Industrie zunehmende Verbreitung. Bei der HSC-Bearbeitung lĂ€uft die Spanbildung nach anderen Prinzipien ab, als bei konventionellen Geschwindigkeiten.cite-ref-64[64] Siehe Spanbildung beim Hochgeschwindigkeitsspanen.

Hochleistungszerspanen

Die Hochleistungszerspanung, im Englischen auch „High Performance Cutting“ (HPC) genannt, ist ein Verfahren, welches auf die Produktion großer Zeitspanvolumina optimiert ist.

Hierbei wird durch leistungs- und drehmomentstarke Werkzeugspindeln, hohe Schnittbreiten, Schnitttiefen und hohen Schnittgeschwindigkeiten ein hoher Materialabtrag pro Zeitspanne ermöglicht. HPC ist ĂŒblicherweise ein reines Schruppverfahren, sodass prĂ€zisere Bearbeitungsverfahren wie HSC (“High Speed Cutting”) dem HPC meist nachgelagert werden.cite-ref-65[65]

Insbesondere der Formenbau kann durch die HPC realisierte, wirtschaftlichere Bearbeitung von Matrizen, bedingt durch das hohe Zeitspanvolumen und deutlich verlÀngerte Werkzeugstandzeiten, profitieren.cite-ref-66[66]

Mikrozerspanen

Unter Mikrozerspanen versteht man die Bearbeitung von WerkstĂŒcken mit Werkzeugen, die im Mikrometerbereich liegen. Die Durchmesser von FrĂ€sern oder Bohrern liegen zwischen 10 und 50 Mikrometer. Die GrĂ¶ĂŸe der erzeugten Strukturen liegt zwischen 10 und 1000 ”m. Das Mikrospanen weist deutlich höhere Abtragraten auf als die konventionellen Verfahren der Mikrobearbeitung wie das Ätzen.cite-ref-67[67]

Hartzerspanen

Vom Hartzerspanen spricht man bei der Bearbeitung von Werkstoffen mit einer HĂ€rte von ĂŒber 47 HRC mit Verfahren, die zum Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide zĂ€hlen. Bis zur Entwicklung der superharten Schneidstoffe Bornitrid und den Schneidkeramiken war die Bearbeitung solcher Werkstoffe nur mit Schleifen und Honen möglich. Die Hartbearbeitung wird vor allem dann eingesetzt, wenn dadurch die nachfolgende Feinbearbeitung durch Schleifen entfallen kann, wodurch sich die Prozessketten verkĂŒrzen. Außerdem bietet sie Vorteile bezĂŒglich der Energieeffizienz und der Umweltfreundlichkeit. Letzterescite-ref-68[68] liegt daran, dass die Hartbearbeitung in der Regel als Trockenbearbeitung geschieht (d. h. ohne KĂŒhlschmierstoffe), sodass die SpĂ€ne ohne Sondermaßnahmen zur Trennung von KĂŒhlschmiermittel und SpĂ€nen recycelt werden können. Beim Schleifen dagegen muss die Span-Schmiermittel-Mischung hĂ€ufig als SondermĂŒll entsorgt werden.

Beim Hartzerspanen treten besonders hohe mechanische Belastungen der Werkzeuge und besondere SpanbildungsvorgÀnge auf, bei denen sich der Werkstoff trotz seiner HÀrte wegen der hohen Verformungsgeschwindigkeiten und mechanischen Spannungen plastisch verhÀlt, also wie ein weicher Werkstoff. Wegen der hohen Werkzeugbelastungen sind die Schnittgeschwindigkeiten auf etwa 200 m/min begrenzt.cite-ref-69[69]cite-ref-70[70]

Simulation und Modellierung

Simulationen der BearbeitungsvorgĂ€nge basieren auf Modellen, die mehr oder weniger genau und detailliert sein können. FĂŒr die Arbeitsvorbereitung in Industriebetrieben ist in der Standard-Software ein Programm enthalten, das ein virtuelles Abbild der Maschine sowie der Werkzeuge und WerkstĂŒcke bereitstellt. Simulationen dienen zum ÜberprĂŒfen der geplanten Bearbeitung und zur Berechnung einfacher Prozessparameter wie KrĂ€ften und Temperaturen. Als Basis fĂŒr diese Simulationen dienen entweder direkt die geometrischen CAD-Daten oder der CNC-Code der Werkzeugmaschine.cite-ref-71[71]

Mit der Finite-Elemente-Methode existiert eine Möglichkeit, die Bearbeitung viel genauer zu modellieren. Sie dient zur Berechnung der Verteilung der mechanischen Spannung oder des Temperaturfeldes am Werkzeug oder zur Simulation von SpanbildungsvorgĂ€ngen. Dazu werden die Werkzeuge oder WerkstĂŒcke in endlich viele (finite) Elemente zerlegt. Zwischen ihnen bestehen Beziehungen in Form von Gleichungen, die mechanische Spannungen, Geschwindigkeiten, Reibung oder WĂ€rmekonvektion ausdrĂŒcken und zu Gleichungssystemen mit sehr vielen Gleichungen und Unbekannten kombiniert werden. Im Allgemeinen ist man bestrebt, solche Beziehungen zu vereinfachen und durch lineare Gleichungen auszudrĂŒcken; bei der Zerspanung wĂŒrde dies jedoch zu unbrauchbaren Ergebnissen fĂŒhren. Beispielsweise gilt das Hookesche Gesetz, das einen linearen Zusammenhang zwischen Spannung und Dehnung herstellt, nicht mehr, da die auftretenden Verformungen zu groß sind. So fĂŒhrt die FEM-Simulation der Zerspanung zu Gleichungssystemen mit zahlreichen nichtlinearen Gleichungen und Nebenbedingungen, die nur noch numerisch zu lösen sind. Dies kann mit Standard-FEM-Software geschehen. Es existieren jedoch auch mehrere kommerzielle Lösungen, die speziell auf die Zerspantechnik zugeschnitten sind.cite-ref-72[72]cite-ref-73[73]

Ähnlichkeitsmechanik

Bereits 1954 schlug Kronenberg vor, den Ablauf der Spanbildung mit Hilfe der Gesetze der Ähnlichkeitsmechanik analytisch zu beschreiben.cite-ref-74[74] Die ĂŒber diesen Lösungsweg abgeleiteten GesetzmĂ€ĂŸigkeiten liegen inzwischen fĂŒr die Bearbeitung von Stahl mit geometrisch bestimmter und unbestimmter Schneide vor. FĂŒr die Bearbeitung mit geometrisch bestimmter Schneide liefern diese Gleichungen einen Zusammenhang zwischen den Schnittdaten und der Standzeit einer Schneide. Das Bindeglied bilden hier die dimensionslosen KenngrĂ¶ĂŸen kinematisches sowie thermisches GeschwindigkeitsverhĂ€ltnis und die Fourier-Zahl der Spanbildung. Mit entsprechenden Auslegungsprogrammen lassen sich Schnittdaten berechnen, welche die Bearbeitung im Bereich der Aufbauschneidenbildung ausschließen und damit sicher zu wirtschaftlichen Bearbeitungsergebnissen fĂŒhren. FĂŒr die Auslegung der Bearbeitung mit unbestimmter Schneide sind die dimensionslosen KenngrĂ¶ĂŸen Wirk- und Verschleißindex maßgebend. Die Programme fĂŒr die Auslegung von Schleifprozessen sind so aufgebaut, dass das Auftreten von Schleifbrand durch die Wahl der Schnittdaten vermieden wird.

Literatur

‱ Internationale Akademie fĂŒr Produktionstechnik (Hrsg.): Wörterbuch der Fertigungstechnik – Band 2: Trennende Verfahren, Springer, 2. Auflage, 2004, ISBN 3-540-20540-3.
‱ Uwe Heisel, Fritz Klocke, Eckart Uhlmann, GĂŒnter Spur: Handbuch Spanen. 2. Auflage, Hanser, MĂŒnchen 2014, ISBN 978-3-446-42826-3.
‱ Wilfried König, Fritz Klocke:

‱ Fertigungsverfahren 1 : Drehen, FrĂ€sen, Bohren. 8. Auflage. Springer, Berlin 2008, ISBN 978-3-540-23458-6.
‱ Fertigungsverfahren 2 : Schleifen, Honen, LĂ€ppen. 4. Auflage. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-23496-9.

‱ Berend Denkena, Hans Kurt Tönshoff: Spanen – Grundlagen. 3. Auflage, Springer, Berlin 2011, ISBN 978-3-642-19771-0.
‱ Heinz TschĂ€tsch: Praxis der Zerspantechnik. Verfahren, Werkzeuge, Berechnung. 11. Auflage, Springer Vieweg, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-04922-5.
‱ Eberhard Pauksch: Zerspantechnik. 12. Auflage, Springer Vieweg, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-8348-0279-8.
‱ Herbert Schönherr: Spanende Fertigung. Oldenbourg, Berlin 2002, ISBN 978-3-486-25045-9.
‱ Werner Degner, Hans Lutze, Erhard Smejkal: Spanende Formung. 17. Auflage, Hanser, MĂŒnchen 2015, ISBN 978-3-446-44544-4.
‱ Christian Gottlöber: Zerspanung von Holz und Holzwerkstoffen: Grundlagen – Systematik – Modellierung – Prozessgestaltung. Hanser, MĂŒnchen 2014, ISBN 978-3-446-44003-6.

Weblinks

Commons

: Zerspanen

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wiktionary: Zerspanen

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Videos: Zerspanen von Stahl und Spanbildung. Institut fĂŒr den Wissenschaftlichen Film (IWF) zur VerfĂŒgung gestellt im AV-Portal der Technischen Informationsbibliothek (TIB)
‱ Videos: Zerspanen von Gußeisen und Spanbildung. Institut fĂŒr den Wissenschaftlichen Film (IWF) zur VerfĂŒgung gestellt im AV-Portal der Technischen Informationsbibliothek (TIB)
‱ Videos: Zerspanen metallischer Werkstoffe. Institut fĂŒr den Wissenschaftlichen Film (IWF) zur VerfĂŒgung gestellt im AV-Portal der Technischen Informationsbibliothek (TIB)
‱ Videos: Zerspanen einer Aluminium-Legierung. Institut fĂŒr den Wissenschaftlichen Film (IWF) zur VerfĂŒgung gestellt im AV-Portal der Technischen Informationsbibliothek (TIB)
‱ Video: Zerspanen von Messing Ms 58 F 51 – Spanbildung beim Drehen. Institut fĂŒr den Wissenschaftlichen Film (IWF) 1965, zur VerfĂŒgung gestellt von der Technischen Informationsbibliothek (TIB), doi:10.3203/IWF/E-764.

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Hiersig (Hrsg.): Lexikon der Produktionstechnik' Verfahrenstechnik. VDI-Verlag, DĂŒsseldorf, 1995.
cite-note-22. ↑ Alfred Herbert Fritz, GĂŒnter Schulze: Fertigungstechnik. Springer, 11. Auflage, 2015, S. 283 f.
cite-note-33. ↑ Heisel, Klocke, Uhlmann, Spur (Hrsg.): Handbuch Spanen. Hanser, 2014, S. 23 f.
cite-note-44. ↑ Alfred Herbert Fritz, GĂŒnter Schulze: Fertigungstechnik. Springer, 11. Auflage, 2015, S. 337–339.
cite-note-55. ↑ Vgl. das Kapitel „Standvermögen“ zur Zerspanbarkeit verschiedener Werkstoffe in Wilfried König, Fritz Klocke: Fertigungsverfahren 1: Drehen, Bohren, FrĂ€sen. 8. Auflage, Springer 2008, S. 273–371.
cite-note-denkena3f-66. ↑ Berend Denkena, Hans Kurt Tönshoff: Spanen – Grundlagen. 3. Auflage. Springer, 2011, S. 3–4.
cite-note-77. ↑ Berend Denkena, Hans Kurt Tönshoff: Spanen – Grundlagen. Springer, 3. Auflage, 2011, S. 2.
cite-note-88. ↑ Alfred Herbert Fritz, GĂŒnter Schulze: Fertigungstechnik. Springer, 11. Auflage, 2015, S. 4 f.
cite-note-99. ↑ Alfred Herbert Fritz, GĂŒnter Schulze: Fertigungstechnik. Springer, 11. Auflage, 2015, S. 3–5.
cite-note-1010. ↑ Heisel, Klocke, Uhlmann, Spur (Hrsg.): Handbuch Spanen. Hanser, 2014, S. 19–21.
cite-note-1111. ↑ Said Jahanmir, M. Ramulu, Philip Koshy: Machining of Ceramics and Composites. Dekker, New York, Basel 1999, ISBN 978-0-8247-0178-9.
cite-note-1212. ↑ Berend Denkena, Hans Kurt Tönshoff: Spanen – Grundlagen. Springer, 3. Auflage, 2011, S. 202.
cite-note-1313. ↑ Wilfried König, Fritz Klocke: Fertigungsverfahren 1: Drehen, Bohren, FrĂ€sen. 8. Auflage. Springer 2008, S. 297.
cite-note-1414. ↑ Harald Floss (Hrsg.): Steinartefakte: vom AltpalĂ€olithikum bis in die Neuzeit. Kerns, TĂŒbingen 2013, ISBN 978-3-935751-16-2.
cite-note-1515. ↑ Paul T. Nicholson, Ian Shaw: Ancient Egyptian Materials and Technology, Cambridge Univ. Press, 2000, ISBN 978-0-521-45257-1, S. 357.
cite-note-spur25f-1616. ↑ GĂŒnter Spur: Vom Wandel der industriellen Welt durch Werkzeugmaschinen. 1991, S. 25 f., 36, 41, 47 f., 89, 91 f.
cite-note-1717. ↑ Otto Dick: Die Feile und ihre Entwicklungsgeschichte [1925], Neuausgabe Springer, Berlin 2013, ISBN 978-3-642-50907-0, S. 216.
cite-note-1818. ↑ P. J. S. Whitmore: Charles Plumier: Craftsman and Botanist, in: The Modern Language Review, 54:1959, S. 400.
cite-note-1919. ↑ GĂŒnter Spur: Vom Wandel der industriellen Welt durch Werkzeugmaschinen. Carl Hanser Verlag, MĂŒnchen/Wien 1991, S. 160.
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cite-note-2626. ↑ Michael Mende: Montage – Engpaß in der Automatisierung von Produktionssystemen, S. 272, 278–280. In: Ulrich Wengenroth (Hrsg.): Technik und Wirtschaft, 1993: (Band 8 von: Armin Hermann, Wilhelm Dettmering (Hrsg.): Technik und Kultur, DĂŒsseldorf, VDI-Verlag).
cite-note-2727. ↑ Volker Benad-Wagenhoff, Akos Paulinyi, JĂŒrgen Ruby: Die Entwicklung der Fertigungstechnik, S. 221. In: Ulrich Wengenroth (Hrsg.): Technik und Wirtschaft, 1993: (Band 8 von: Armin Hermann, Wilhelm Dettmering (Hrsg.): Technik und Kultur, DĂŒsseldorf, VDI-Verlag).
cite-note-2828. ↑ AB Sandvik Coromant (Hrsg.): Handbuch der Zerspanung. 1995, S. 42.
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cite-note-3131. ↑ AB Sandvik Coromant (Hrsg.): Handbuch der Zerspanung. 1995, S. 20–25.
cite-note-ab-sandvik-coromant-1995-3232. ↑ AB Sandvik Coromant (Hrsg.): Handbuch der Zerspanung. 1995, S. 25–29.
cite-note-3333. ↑ Heisel, Klocke, Uhlmann, Spur (Hrsg.): Handbuch Spanen. Hanser, 2014, S. 12, 17 f.
cite-note-3434. ↑ Heisel, Klocke, Uhlmann, Spur (Hrsg.): Handbuch Spanen. Hanser, 2014, S. 9.
cite-note-3535. ↑ GĂŒnter Spur: Vom Wandel der industriellen Welt durch Werkzeugmaschinen. Carl Hanser Verlag, MĂŒnchen, Wien, 1991, S. 317 f., 429–450.
cite-note-3636. ↑ Eginhard Barz: Arbeitsverhalten von scheibenformigen Werkzeugen / Schnittversuche an verleimten Holzwerkstoffen, Springer, Wiesbaden 1963, ISBN 978-3-663-06176-2, S. 58.
cite-note-3737. ↑ Pauksch: Zerspantechnik. 12. Auflage, S. 3 f.
cite-note-3838. ↑ Wilfried König, Fritz Klocke: Fertigungsverfahren 1: Drehen, Bohren, FrĂ€sen. 8. Auflage, Springer 2008, S. 41 f.
cite-note-3939. ↑ Alfred Herbert Fritz, GĂŒnter Schulze (Hrsg.): Fertigungstechnik. 10., Springer, Berlin 2012, S. 271 ff.
cite-note-4040. ↑ Wilfried König, Fritz Klocke: Fertigungsverfahren 1: Drehen, Bohren, FrĂ€sen. 5. Auflage, Springer 1997, S. 69 f.
cite-note-4141. ↑ Wilfried König, Fritz Klocke: Fertigungsverfahren 1: Drehen, Bohren, FrĂ€sen 5. Auflage, Springer 1997, S. 225 f.
cite-note-4242. ↑ Eberhard Pauksch: Zerspantechnik. Vieweg, 1996, 11. Auflage, S. 37–39.
cite-note-4343. ↑ Christian Gottlöber: Zerspanung von Holz und Holzwerkstoffen: Grundlagen – Systematik – Modellierung – Prozessgestaltung, Hanser, MĂŒnchen 2014, ISBN 978-3-446-44003-6, S. 30 f.
cite-note-4444. ↑ Hermann Fischer: Die Werkzeugmaschinen. Zweiter Band: Die spanabhebenden Holzbearbeitungs-Maschinen, Springer, Berlin 2013, ISBN 978-3-642-91536-9, S. 5.
cite-note-4545. ↑ Holger ReichenbĂ€cher: Trennen mineralischer Werkstoffe mit geometrisch bestimmten Schneiden, Kassel Univ. Press, Kassel 2010, ISBN 978-3-89958-836-1, S. 38.
cite-note-4646. ↑ Wilfried König, Fritz Klocke: Fertigungsverfahren 1: Drehen, Bohren, FrĂ€sen. 8. Auflage. Springer 2008, S. 201–205.
cite-note-4747. ↑ Alfred Herbert Fritz, GĂŒnter Schulze (Hrsg.): Fertigungstechnik. 10. Auflage, Springer, Berlin 2012, S. 276, 317.
cite-note-4848. ↑ Alfred Herbert Fritz, GĂŒnter Schulze: Fertigungstechnik. Springer, 11. Auflage, 2015, S. 306 f.
cite-note-4949. ↑ Berend Denkena, Hans Kurt Tönshoff: Spanen – Grundlagen. Springer, 3. Auflage, 2011, S. 148–150.
cite-note-5050. ↑ Alfred Herbert Fritz, GĂŒnter Schulze: Fertigungstechnik. Springer, 11. Auflage, 2015, S. 302 f.
cite-note-5151. ↑ Berend Denkena, Hans Kurt Tönshoff: Spanen – Grundlagen. Springer, 3. Auflage, 2011, S. 135 f.
cite-note-5252. ↑ Wilfried König, Fritz Klocke: Fertigungsverfahren 1: Drehen, Bohren, FrĂ€sen. 8. Auflage. Springer 2008, S. 239.
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cite-note-5454. ↑ Böge: Zerspantechnik in: Böge (Hrsg.): Handbuch Maschinenbau. Springer, 21. Auflage, 2013, S. N6–N8.
cite-note-5555. ↑ Alfred Herbert Fritz, GĂŒnter Schulze (Hrsg.): Fertigungstechnik. 10. Auflage, Springer, Berlin 2012, S. 276.
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